• Gute Arbeit und Bildungsgerechtigkeit

    Gute Arbeit und
    Bildungsgerechtigkeit

    Das Übergangsmanagement Schule-Beruf ist ein klassisches Arbeitsfeld in der politischen Bildung von ARBEIT UND LEBEN und damit auch der Fachgruppe: "Für gute Arbeit und Bildungsgerechtigkeit". Seit den 1980er Jahren begleiten wir junge Menschen partiell in genau diesem Lebensabschnitt.

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  • Soziale Gerechtigkeit gegen Ausgrenzung und Rassismus

    Soziale Gerechtigkeit
    gegen Ausgrenzung und Rassismus

    Die Fachgruppe für "Soziale Gerechtigkeit gegen Ausgrenzung und Rassismus" sucht nach neuen Wegen, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Ausgrenzungsmechanismen zu thematisieren und das Recht auf Teilhabe für Alle und solidarisches Miteinander zu unterstützen.

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  • Global denken, lokal engagieren, Verantwortung entwickeln

    Global denken, lokal engagieren, Verantwortung entwickeln

    Die Fachgruppe "Global denken, lokal engagieren, Verantwortung entwickeln" engagiert sich zu den Schwerpunktthemen: Globalisierung, soziale Gerechtigkeit, Ökologie und Nachhaltigkeit, Sensibilisierung für das Ehrenamt.

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  • Medien: Mitwirkungspotenziale und Handlungsoptionen in der digitalen Welt

    Medien: Mitwirkungspotenziale und Handlungsoptionen
    in der digitalen Welt

    Die Fachgruppe „Medien: Mitwirkungspotenziale und Handlungsoptionen in der digitalen Welt“ beschäftigt sich mit den Chancen und Herausforderungen der neuen Medien für die Politische Bildung. Aber auch klassische Medien, journalistisches Arbeiten, die Entstehung von Nachrichten und die Wirkung von Bildern sind Themen der Fachgruppe.

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Bremer Diversity Preisverleihung in Bremen: „Der Bunte Schlüssel – Vielfalt gestalten!“,

Zum 8. Mal wurde der Bremer Diversity Preis „Der Bunte Schlüssel: Vielfalt gestalten!“ von der Hochschule Bremen (HSB) zusammen mit dem Mercedes-Benz Werk Bremen und einer Gemeinschaft von weiteren Trägerinnen und Trägern an Unternehmen, Institutionen sowie Initiativen in Norddeutschland vergeben, die durch gezielte Maßnahmen Vielfalt fördern, nutzen und die positive Wirkung von Vielfältigkeit nach außen tragen. Der Bremer Diversity Preis ist die einzige Auszeichnung in Deutschland zur Anerkennung der Förderung von Vielfalt im ganzheitlichen Sinn. Auch wird jedes Jahr eine Person mit dem Preis geehrt – die Diversity Persönlichkeit – die sich in besonderer Weise und mit großer Außenwirkung für die Nutzung von Vielfalt sowie für Chancengleichheit einsetzt.

Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ

Die aktuellen Wahlergebnisse für rechtspopulistische Parteien nicht nur in Deutschland, die erkennbare verstärkte Radikalisierung bei rechtsextremen und islamistischen Gruppen und Personen sowie eine zunehmende Distanz gegenüber dem demokratischen politischen System und seinen Lösungswegen für politische Probleme stellen unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen. Wie kann der drohenden Erosion des gesellschaftlichen Zusammenhalts und des demokratischen Konsenses begegnet werden? Eine Antwort auf die Frage ist die im gesellschaftlichen und politischen Raum geforderte verstärkte Anstrengung im Bereich der politischen Bildung.

Abbildung mit freundlicher Genehmigung von www.annefrank.de/flucht

Flucht im Lebenslauf: Anne Frank Zentrum stellt Lernmaterial online

Das Anne Frank Zentrum hat spannende neue Materialien zum Thema Flucht für das biografische Lernen mit Jugendlichen online gestellt.Im Mittelpunkt des Lernmaterials »Flucht im Lebenslauf« stehen die Lebensgeschichten dreier geflüchteter Menschen: Anne Frank aus Deutschland, Hava aus dem Kosovo und Marah aus Syrien. Filmclips und Biografietexte stellen Jugendlichen die drei jungen Frauen vor und zeigen die Komplexität von Flucht und Ankommen in einem neuen Lebensumfeld auf.
Mit Hilfe von Methoden-Bausteinen können sich Jugendliche vertiefend mit historischen Kontinuitäten von Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung beschäftigen und werden bestärkt, eigene Handlungsspielräume zu nutzen. Zudem schafft das Lerntool Raum für Selbstreflexion und den (familien-) biografischen Austausch.
»Flucht im Lebenslauf« eignet sich für den Einsatz im Unterricht sowie für außerschulische Kontexte.

Foto: Bundesregierung/Bernd Kühler, auf: www.bundesbildstelle.de

Das Scheitern der Koalitionsverhandlungen als Chance? (Kommentar)

 Das Scheitern der Koalitionsverhandlungen bietet der Bundesrepublik eine einmalige Chance, den demokratischen Wettbewerb neu zu beleben. Wie in einem präsidialen Regierungssystem müssten themenorientierte Mehrheiten gesucht werden, die auf Einbezug der Abgeordneten in den Diskussionsprozess setzen. Nach der Basta-Ära von Gerhard Schröder und der ruhigen Hand von Angela Merkel  würde Bewegung in die Politik kommen. Spannend zu sehen, dass das, was afrikanischen Ländern zugeschrieben wird, auch in der Mitte Europa vorkommen kann – ein bisschen Chaos.

Das weitere Verfahren hängt jetzt am Bundespräsidenten, der einerseits sein Amt aufwertet, andererseits die kleinen Lösungen vor einer eventuellen Neuwahl auslotet. Gesetzesgrundlage hierfür ist:

Artikel 63 Wahl und Ernennung des Bundeskanzlers

(1) Der Bundeskanzler wird auf Vorschlag des Bundespräsidenten vom Bundestage ohne Aussprache gewählt.

(2) Gewählt ist, wer die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages auf sich vereinigt. Der Gewählte ist vom Bundespräsidenten zu ernennen.

(3) Wird der Vorgeschlagene nicht gewählt, so kann der Bundestag binnen vierzehn Tagen nach dem Wahlgange mit mehr als der Hälfte seiner Mitglieder einen Bundeskanzler wählen.

(4) Kommt eine Wahl innerhalb dieser Frist nicht zustande, so findet unverzüglich ein neuer Wahlgang statt, in dem gewählt ist, wer die meisten Stimmen erhält. Vereinigt der Gewählte die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages auf sich, so muss der Bundespräsident ihn binnen sieben Tagen nach der Wahl ernennen. Erreicht der Gewählte diese Mehrheit nicht, so hat der Bundespräsident binnen sieben Tagen entweder ihn zu ernennen oder den Bundestag aufzulösen. Weitere Informationen gibt es hier

Foto: Fede Racchi

Chancengleichheit? Nicht wirklich… - Videoclips zu (Anti-)-Diskriminierung im Arbeitskontext

Auch im Arbeitskontext spielt das Thema Diskriminierung eine große Rolle – ob beim Zugang zu Ausbildung und Arbeit oder im Arbeitsleben. Als Beispiel kann die Studie „Diskriminierung am Ausbildungsmarkt. Ausmaß, Ursachen und Handlungsperspektiven“  des Sachverständigenrates für Integration und Migration angeführt werden. Sie haben in einem Feldversuch heraus gefunden, dass Bewerber mit türkisch klingenden Namen fast doppelt so viele Bewerbung wie Bewerber mit deutsch klingendem Namen schreiben müssen, um zu einem Vorstellungsgespräch für einen Ausbildungsplatz als  KFZ-Mechatroniker eingeladen zu werden.

Diese und weitere Diskriminierungen werden in dem Youtube-Clip „Chancengleichheit in Ausbildung und Job!?“www.youtube.com/watch?v=xn-iYq0b9zY thematisiert, der beim Einstieg in das Thema hilfreich sein kann. Außerdem lädt er dazu ein, sich darüber auszutauschen, welche Kriterien bei der Auswahl von Bewerber_innen herangezogen werden sollten. Sind es tatsächlich – wie im Film gefordert – die Noten, Pünktlichkeit und Ordnung? Können auch diese Kriterien zu Diskriminierung bestimmter Gruppen führen? Sind sie eigentlich objektiv? Und welche würden die Teilnehmer_innen anlegen, wenn sie selbst entscheiden könnten? Im Clip wird darüber hinaus mit stereotypen Bildern über das Deutsch sein gearbeitet – auch hieran kann in Seminaren gut angeknüpft werden.

Der Clip „Erklärfilm zu Innerbetrieblichen Beschwerdestellen nach AGG in 150 Sekunden“ widmet sich den innerbetrieblichen Beschwerdestellen. Laut dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG), das viele Formen von Diskriminierung verbietet, muss jeder Betrieb und jedes Unternehmen solch eine Stelle einrichten – leider ist dies in der Praxis nur wenig verbreitet. Im Clip werden Beispiele von Diskriminierung in der Arbeitswelt thematisiert und das Modell der innerbetrieblichen Beschwerdestellen vorgestellt. Im Seminar kann der Film genutzt werden, um über Diskriminierung im Arbeitsleben ins Gespräch zu kommen und die Teilnehmer_innen anzuregen, Beispiele aus ihrem eigenen Erleben einzubringen. Darüber hinaus bietet sich ein Blick in das Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) an. Gefragt werden kann, welche Chancen in diesem Antidiskriminierungsgesetz liegen, welche Lücken bestehen und vieles mehr. Auch die Frage, inwiefern der Betrieb ein politischer Ort bzw. ein Ort politischen Handelns ist, kann aufgeworfen werden.

Bild: Fotolia

Digitalisierung in der Kinder- und Jugendhilfe

Das Fachkräfteportal zur Kinder- und Jugendhilfe begleitet die Auseinandersetzung mit Digitalisierungsfragen in der Kinder- und Jugendhilfe seit mehreren Jahren mit einer ausführlichen Berichterstattung. Zusätzlich zum Schwerpunktthema „Digitalisierung und Medien“ steht jetzt eine neue Sonderseite zur Verfügung. Unter www.jugendhilfeportal.de/themenspecial werden in loser Folge Fachbeiträge, Statements und Hintergrundberichte veröffentlicht.


Haben Sie in Ihrer Organisation schon einmal über Social Media Guidelines oder digitale Fallakten diskutiert? Wie war ihre Erfahrung mit dem ersten Coding-Workshop in der Jugendarbeit? Oder spielen freie Lehr- und Lernmaterialien, sogenannte Open Educational Resources (OER) in Ihrer Arbeit eine Rolle? Welche Themen beschäftigen Sie und Ihr Team in diesen Zusammenhängen, welche Informationen wünschen Sie sich? Schreiben Sie an das Fachkräfteportal, wenn Sie Anregungen oder Informationsbedarf haben.

https://www.jugendhilfeportal.de/

Foto: Noom Peerapong / https://unsplash.com/license

bpb-Mediathek bietet große Auswahl an thematischen Filmen für die politische Bildungsarbeit

Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet auf ihrer Internetseite neben vielen für die politische Bildungsarbeit interessanten Dossiers und Artikeln zu Themen aus Geschichte, Politik und Gesellschaft auch eine umfangreiche Mediathek. Bei den Filmen handelt es sich sowohl um Eigenproduktionen der bpb als auch um Filme, die für Kino oder Fernsehen produziert wurden: Dokumentarfilme, Reportagen, Erklärvideos, Kurzfilme, Methodenfilme und Spielfilme.

Foto: Roman Kraft, auf Unsplash

ZDFinfo-Dokumentation „Völkische Siedler – Schattenwelten auf dem Land“

Ländliche Räume stehen nicht erst seit kurzer Zeit im Fokus rechter Ideologen. Seit einigen Jahren ziehen immer mehr völkische Siedler/innen in den ländlichen Raum, die sich u.a. auf ideologische Versatzstücke ´völkischer´ Bewegungen des frühen 20. Jahrhunderts beziehen. Fernab der großen Städte bilden sie hier Gemeinschaften, die ihrem rassistischen Weltbild entsprechen, etablieren sich als achtsame Ökobauern, geschickte Kunsthandwerker/ innen und hilfsbereite Neuzugänge der Dorfgemeinschaft und versuchen Einfluss auf kommunale Strukturen zu nehmen. Bei der politischen Überzeugungsarbeit machen Sie sich Vorbehalte der Bevölkerung gegenüber Geflüchteten und gegenüber parlamentarischen Verfahren zunutze.

Die 43-minütige Dokumentation, die ZDFinfo dazu am 13.12.2017 um 21:00 Uhr ausstrahlt, wurde überwiegend in Niedersachsen und Schleswig-Holstein gedreht. Mitgewirkt haben unter anderem Andrea Röpke (Politologin und freie Journalistin mit dem Themenschwerpunkt Rechtsextremismus) und Henning Kullak-Ublick (Bund der Freien Waldorfschulen). Regie führten Detlev Konnerth und Marijke Engel. Mehr Informationen gibt es unter: www.docstation.de/voelkische-siedler-schattenwelten-auf-dem-land

Eine Broschüre zum Thema sowie eine Karte "Verdachtspunkte völkischer Siedlungsprojekte" stellt die Amadeu Antonio Stiftung zur Verfügung:  www.amadeu-antonio-stiftung.de/voelkische-siedler

Foto: Jens Schmidt

Interventionen für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt – Stärkung der Handlungsfähigkeit vor Ort!

Politische Bildungsarbeit im Themenfeld geschlechtliche und sexuelle Vielfalt hat einerseits eine längere Geschichte, andererseits aufgrund antifeministischer Interventionen rechter Akteur_innen auch eine aktuelle Brisanz. Vor diesem Hintergrund erscheinen Projekte, die Bildungseinrichtungen und Pädagog_innen Unterstützung für emanzipatorische Arbeit und Entwicklungen bereitstellen von besonderer Bedeutung.

Das Modellprojekt Interventionen für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt – Stärkung der Handlungsfähigkeit vor Ort! des Berliner Trägers Dissens e.V. unterstützt die inklusive Weiterentwicklung pädagogischer Institutionenkulturen (Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen etc.) in Richtung Akzeptanz geschlechtlicher, amouröser und sexueller Vielfalt und des Abbaus von Diskriminierung. Auf der Homepage haben die Projektmitarbeiter_innen nun einen Erklärfilm zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt „Selbstbestimmt leben und lieben!“ veröffentlicht. Außerdem finden sich hier eine Vielzahl von gut ausgearbeiteten Methoden sowie ein Glossar zum Download.

www.interventionen.dissens.de

Foto: Jens Schmidt

NSU-Watch: »Aufklären und Einmischen«!

Die rassistische Mordserie des »Nationalsozia­listischen Untergrunds« (NSU) markiert eine Zäsur in der bundesrepublikanischen Ge­schichte. Die Taten des NSU, sein Netzwerk und die Rolle der Behörden sind noch lange nicht aufgeklärt. In der aktuellen Phase des Strafprozesses am Oberlandesgericht in München plädieren die Anwält_innen der Nebenklage, kommen Opfer und Angehörige zu Wort. Dabei werden viele Details und Aspekte des NSU-Komplexes kritisch beleuchtet, institutioneller Rassismus thematisiert und auch der mangelnde Aufklärungswille bzw. Vertuschungspraktiken staatlicher Stellen aufgezeigt.

Foto: Jens Schmidt

breit aufgestellt auch in 2018 – Fortbildungsprojekt gegen ausgrenzende Einstellungen geht in den sechsten Durchgang

Ab sofort ist es möglich sich zum sechsten Durchgang des Fortbildungsprojekts „breit aufgestelltanzumelden. Bei der Multiplikator_innen-Fortbildung geht es um Bildungs- und Präventionsarbeit gegen Ungleichwertigkeitsvorstellungen und extrem rechtes Gedankengut in der Mitte der Gesellschaft. An fünf Wochenenden werden ab April 2018 unter Bezug auf Intersektionalität und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit verschiedene Ideologieelemente des Rechtsextremismus hinsichtlich ihrer Verbreitung in der Mitte der Gesellschaft untersucht und bildungspraktische Zugänge zu ihrer Prävention betrachtet und erprobt (Module sind beispielsweise: Sozialdarwinismus * Rassismus * Antiziganismus * Nation - Nationalismus – Nationalstaatlichkeit * Antisemitismus * Sexismus/Homophobie * Arbeitsbegriff und –verhältnisse: Intersektionale Perspektiven auf Ausgrenzung). Theorie, Selbstreflexion und Praxisqualifizierung stellen dabei die drei Säulen der Auseinandersetzung dar. Integriert wird in die Fortbildung die Erarbeitung und Auswertung eines Praxisprojekts in den jeweiligen Handlungsfeldern der Teilnehmenden. Die Fortbildung richtet sich vor allem an politische Bildner_innen, Pädagog_innen aus der allgemeinen Weiterbildung, Lehrer_innen, Sozialpädagog_innen und Mitarbeiter_innen von Jugendeinrichtungen, aber auch an weitere Akteur_innen aus gesellschaftlichen Bereichen, die mit ausgrenzenden Einstellungen konfrontiert sind und darauf pädagogisch reagieren wollen.

Die Fortbildung ist ein Kooperationsprojekt des Bundesarbeitskreises ARBEIT UND LEBEN mit der Bundeszentrale für politische Bildung und wird von Arbeit und Leben Hamburg durchgeführt. Es ist ein Element des umfassenden Qualifizierungskonzepts „Qualifiziert handeln!“ der bpb. Im Rahmen dieses umfassenden Qualifizierungskonzepts zertifizieren die Bundeszentrale für politische Bildung, Arbeit und Leben sowie die begleitenden Fachhochschulen Düsseldorf und Koblenz gemeinsam auch den erfolgreichen Abschluss von „breit aufgestellt“ zur „Präventionskraft gegen Ungleichwertigkeitsvorstellungen“.

 

Broschüre "Buchenwald: Geschichten erzählen"
Foto: Johannes Smettan

Dein Blick auf Buchenwald - Wie schauen Geflüchtete auf deutsche Geschichte?

In einem zweiwöchigen Seminar im Sommer 2017 haben sich Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung intensiv mit der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland auseinandergesetzt.

Durch Fotos und Texte haben sie die Vergangenheit reflektiert und mit ihren eigenen (Flucht-)Erfahrungen abgeglichen. Daraus entstand die dreisprachige Broschüre „Buchenwald: Geschichten erzählen“. In ihr sind Bilder sowie Textfragmente enthalten, die eine ganz eigene und ungewohnte Perspektive auf dieses Thema eröffnen.

Die Broschüre entstand im Rahmen von „empowered by democracy“ und wurde gefördert durch „Demokratie Leben“.

Den Link zum Download der Broschüre finden Sie hier.

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(Wie) Solidarisch Leben?! (Seminar)

Solidarische Lebensweise als Weg zu globaler Gerechtigkeit

Unsere Gesellschaft strebt nach permanentem Wachstum und Wohlstand. Doch die sozialen und ökologischen Kosten dieser „imperialen Lebensweise“ werden exportiert: Ob Ausbeutung der Ressourcen, Entsorgung von Elektroschrott oder Auswirkungen des Klimawandels - die Folgen betreffen meist ärmere Menschen, den globalen Süden oder zukünftige Generationen. Vor diesem Hintergrund erarbeiten wir im Seminar Bausteine einer solidarischen Lebensweise und lernen Initiativen kennen, die diese voranbringen. Wir diskutieren Ansätze für globale Veränderungen und beziehen sie auf unsere Alltagssituationen und den gesamtgesellschaftlichen Kontext.

Termin:          09. – 14. September 2018

Ort:               Kommune Niederkaufungen (www.kommune-niederkaufungen.de)

Kosten:         350 € im DZ/ VP (EZ auf Anfrage), zzgl. Kosten für ÖPNV und ggf. Eintritte und Radausleihe

Leitung:         Naemi Gerloff, Julian Bothe

Leistungen:   Ü/VP, Seminarleitung

Sem.nr.:       18.11.01

Anmeldung:  Arbeit und Leben Schleswig-Holstein www.arbeitundleben-sh.de/pb/seminare

als Bildungsurlaub anerkannt: Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachen und bei rechtzeitiger Anmeldung in weiteren Bundesländern

NSU-Bildungsbaustein
Gestaltung: kb, drucktechnik-altona

Bildungsbaustein mit Methoden zum NSU-Komplex

Auch fast sechs Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU sind wenige gesamtgesellschaftliche Konsequenzen aus den Taten des rechten Terrornetzwerks spürbar. Behörden, Medien und Zivilgesellschaft zogen und ziehen weiterhin kaum Schlüsse aus dem offenbar gewordenen mörderischen Rassismus: In München beharrt die Bundesanwaltschaft wider der dargelegten Fakten weiterhin auf dem Trio-Konstrukt und trägt damit dazu bei, dass neonazistische Netzwerke unaufgedeckt und Fragen sowie Forderungen der Betroffenen unbeantwortet bleiben. In Thüringen tritt ein bisheriges Novum auf, CDU und AfD stimmen gemeinsam gegen einen Entschädigungsfonds und eine Gedenkstätte für die Opfer des NSU. In Kassel bleibt die Forderung der Familie Yozgat nach einer Straßenumbenennung in „Halitstraße“ weiterhin ungehört.

Auch in Hamburg gibt es die Problematik um ein respektvolles und anerkennendes Gedenken und die der Straßenumbenennung. Auch hier wird verschiedener rassistischer Mordtaten nicht angemessen gedacht: Die Straße, in der Süleyman Taşköprü vom NSU getötet wurde, wird nicht umbenannt. Der Widerstand gegen ein würdiges Erinnern an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân ist ein weiteres Beispiel. Hamburg ist zudem das einzige Bundesland, das als Tatort der NSU-Mordserie bisher keinen Untersuchungsausschuss eingerichtet hat. Am Medienstandort Hamburg lässt sich wenig rassismuskritische Selbstreflexion feststellen, auch das zivilgesellschaftliche Spektrum hat den NSU-Komplex nicht zum Anlass für eine spürbare Zäsur genommen.

Im Bildungsbaustein geht es uns darum, eine rassismuskritische Auseinandersetzung mit dem Terror des NSU und den damit verbundenen gesellschaftlichen Strukturen und Einstellungen, insbesondere für Hamburg, zu erweitern, Widersprüche zu thematisieren und Suchbewegungen nach gesellschaftlichen und individuellen Veränderungen zu unterstützen. In kurzen inhaltlichen Beiträgen werden verschiedene Aspekte beleuchtet: eine Einordnung des NSU-Komplexes - institutioneller Rassismus im Rahmen von Ermittlungen und Polizeiarbeit - Reproduktion von Rassismus in der medialen Darstellung – die Bedeutung von Nation und Nationalismus in diesem Zusammenhang - Einschätzungen zum Verlauf des NSU-Prozesses und den Grenzen und Möglichkeiten des Rechts im Umgang mit Rassismus - Geschlechterverhältnisse in einem rassismuskritischen Kontext mit besonderem Fokus auf den NSU-Komplex und rechte Täterinnen - eine intergenerationale Verwobenheit von Alt- und Neo-Nazis - die Bedeutung von geschützten Räumen und Empowerment als Querschnittsaufgabe in der Bildungsarbeit -  Formen des Gedenkens und Erinnerns an Opfer rechter Gewalt und die Rolle von Gedenkpraxen und Repräsentationspolitiken - die Notwendigkeit einer machtkritischen Reflektion der Strukturen, Ansätze und Inhalte der politischen Bildungsarbeit.

Ein Methodenteil bietet Anregungen, verschiedene Aspekte der inhaltlichen Beiträge in der Bildungsarbeit aufzugreifen und für unterschiedliche Zielgruppen zu thematisieren. Die methodischen Vorschläge sollen politische Bildner_innen, Lehrer_innen oder Multiplikator_innen aus der Jugendarbeit sowie alle anderen Interessierten dabei unterstützen, Wege zu finden, wie eine Auseinandersetzung mit dem NSU-Komplex, mit rechtem Terror und gesellschaftlichem Rassismus zielgruppenangemessen ausgestaltet werden kann. Hinweise zu Literatur, Initiativen, Video- und Audiomaterialien schließen den Bildungsbaustein ab.

Der Bildungsbaustein sowie die kompletten Methodendarstellungen stehen zum Download auf den Homepages von empower (https://hamburg.arbeitundleben.de/empower ) und MBT (https://hamburg.arbeitundleben.de/mbt) zur Verfügung. Dort finden sich auch weitere Publikationen der beiden Beratungsprojekte. Die gedruckte Version des Bildungsbausteins ist bei Zusendung eines frankierten und adressierten B4-Umschlags erhältlich. 

 

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