Das Übergangsmanagement Schule-Beruf ist ein klassisches Arbeitsfeld in der politischen Bildung von ARBEIT UND LEBEN und damit auch der Fachgruppe: Für gute Arbeit und Bildungsgerechtigkeit. Seit den 1980er Jahren begleiten wir junge Menschen partiell in genau diesem Lebensabschnitt. Für die meisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist es eine große Herausforderung, den Übergang von der Schule in den Beruf gut zu bewältigen. Unsere Seminarangebote unterstützen sie bei der Entwicklung eigener Positionen und Haltungen und geben Orientierung und Impulse für mögliches Engagement; denn gerade in dieser Phase entscheidet sich auch, ob und mit welchen Aktivitäten Jugendliche und junge Erwachsene sich in soziale und politische Prozesse und Projekte einbringen.

Daher sensibilisieren wir in unseren Seminaren vor allem dafür, dass Jugendliche die Arbeitswelt als zentralen politischen Gestaltungsplatz überhaupt wahrnehmen: Mitbestimmung über Betriebs- und Personalräte, Vertretungen der Auszubildenden, Bildungschancen, Arbeitszeitmodelle, gesetzlicher Mindestlohn, Life-Work-Balance, flexible Arbeitsplatzgestaltung und gute Arbeit – hier liegen die Themen und Ansatzpunkte für politische Bildung.

Eine unserer Kernkompetenzen liegt darin, Methoden zu entwickeln und zu realisieren, die diesen Bewusstwerdungsprozess der Jugendlichen und jungen Erwachsenen unterstützt. Wir kooperieren mit Berufsschulen, Ausbildungsbetrieben und thematischen Projekten auf Landes- und Bundesebene. Unsere Seminarformate sind in der Regel 5-tägig mit Übernachtung und beinhalten ein Vorbereitungstreffen mit den Jugendlichen; Themen und Ziele für das Seminar werden hier gemeinsam mit Jugendlichen und Teamenden entwickelt.

Die KJP-Fachgruppe beschäftigt sich mit den Schwerpunktthemen: Globalisierung, soziale Gerechtigkeit, Ökologie und Nachhaltigkeit sowie der Sensibilisierung für das gesellschaftliche Engagement.

„Globalisierung“ als beschleunigte Verflechtung von Staaten und Volkswirtschaften weltweit erlangt in fast allen gesellschaftlichen Bereichen inzwischen auch lokale Bedeutung. Dies gilt für Fragen des Klimawandels ebenso wie für unsere Ernährung, unser Konsumverhalten oder die Frage nach den Arbeitsbedingungen weltweit.

Wir möchten mit politischen Bildungsangeboten die Jugendlichen dazu ermutigen, ihre lokale Sicht der Dinge auszuweiten, sich ihre Meinung zu bilden und unterschiedliche globale Szenarien einzuordnen. Die inhaltliche Auseinandersetzung soll dabei mit der Handlungsebene (u.a. der Möglichkeit eines aktiven Engagements) verknüpft werden.

Die Fachgruppe für soziale Gerechtigkeit gegen Ausgrenzung und Rassismus sucht nach neuen Wegen, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Ausgrenzungsmechanismen zu thematisieren und das Recht auf Teilhabe für Alle und solidarisches Miteinander zu unterstützen. Die Fachgruppe beschäftigt sich in kritischer Anlehnung an das Konzept der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit vor allem mit Rassismus, Antiziganismus, Antisemitismus, Sozialdarwinismus, Homophobie und Sexismus.

Wir entwickeln, reflektieren und diskutieren Seminarkonzepte, die jungen Menschen Sachwissen, Empathievermögen und Handlungskompetenz vermitteln. Die Seminarangebote sensibilisieren für Diskriminierung auf struktureller, symbolischer und individueller Ebenen und machen Ausgrenzungsformen kenntlich. Es geht darum, die eigene Position zu reflektieren und nach dem Eigeninteresse an emanzipatorischen Veränderungen zu suchen sowie Handlungsmöglichkeiten im Sinne von Empowerment oder Powersharing zu nutzen.

Wie kann die politische Bildung von digitalen Medien profitieren? Wo liegen Chancen und Grenzen beim Einsatz digitaler Werkzeuge in Bildungsprozessen? Was macht der digitale Wandel mit der Arbeitswelt? Wo ist die Balance zwischen Sicherheit und dem transparentem Menschen?

Die Fachgruppe Medien: Mitwirkungspotenziale und Handlungsoptionen in der digitalen Welt versucht diese und andere Fragen rund um den digitalen Wandel zu beantworten.