Schwerpunkt 2019/2020:
Für soziale Gerechtigkeit, gegen Ausgrenzung und Rassismus

Wie wir mit den Themen soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Ausgrenzungsmechanismen insbesondere in der Arbeitswelt Jugendliche gut und innovativ erreichen und gemeinsam das Recht auf Teilhabe für Alle und solidarisches Miteinander umsetzen können, ist von jeher eine Kernaufgabe der Bildungsarbeit von Arbeit und Leben. In den Jahren 2019 und 2020 werden wir dieses Themenfeld noch einmal stärker in den Fokus rücken.

„Für soziale Gerechtigkeit, gegen Ausgrenzung und Rassismus“ ist uns Leitspruch und Auftrag. Im Mittelpunkt unserer Arbeit liegt die Entwicklung und Erprobung von Seminaren der politischen Jugendbildung. Darüber hinaus wollen wir eine Podcastreihe realisieren, Materialien zu Klassismus entwickeln und neue Methoden zur Auseinandersetzung mit Rassismus in der Arbeitswelt erarbeiten.

[Material] Klassismus in der Arbeitswelt

Sozialer Status und soziale Herkunft  – Schlüsselbegriffe im Kontext „Klassismus“ – spielen eine entscheidende Rolle bei der Frage nach Chancen(-un)gleichheit und Diskriminierung, insbesondere auch im Arbeitsleben. In der diversitätsorientierten Bildungsarbeit gibt es eher wenige Konzepte und Materialien zum Thema. Daher hat die KJP Fachgruppe „Für soziale Gerechtigkeit, gegen Ausgrenzung und Rassismus" beim Bundesarbeitskreis ARBEIT UND LEBEN ein Bildungsplakat und eine Handreichung entwickelt.

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Videoserie zum Jihadismus - "Jamal al-Khatib - Mein Weg" Staffel 2 erschienen

"Ich will ein Buch schreiben, um andere Jugendliche davon abzuhalten, nach Syrien zu gehen und sich dem Islamischen Staat anzuschließen", so die Worte eines inhaftierten Jugendlichen im Gespräch mit einem Mitarbeiter von Turn – Verein für Gewalt- und Extremismusprävention vor wenigen Jahren. Nach seinem Ausstieg aus der jihadistischen Szene wollte er sich dafür einsetzen, andere Jugendliche davor zu bewahren, die gleichen Fehler zu machen, die er in der Vergangenheit begangen hatte. Daraus entstand die Webvideoserie "Jamal al-Khatib - Mein Weg" deren 2. Staffel nun erschienen ist.

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Antidiskriminierung, Rassismuskritik und Diversität

105 Reflexionskarten für die Praxis

Wie viele Angriffe gab es 2017 auf Muslim_innen und muslimische Einrichtungen?
Was verbirgt sich hinter dem Begriff Antiziganismus?
Wie kann ich mich verhalten, wenn ich beobachte, dass jemand aufgrund seiner sexuellen Orientierung beleidigt wird?

In der Box sind 105 Karten zu finden, auf denen Rassismus, Diskriminierung und Diversität auf fünf verschiedene Arten und in fünf Kategorien thematisiert wird: in Begriffen, in Konzepten und Methoden rassismuskritischer und kultursensibler Denkweisen, in Aussagen aus dem öffentlichen Leben und statistischen Zahlen.

Die Karten sind geeignet für die Gruppenarbeit mit Menschen ab 14 Jahren, um über diese Themen miteinander ins Gespräch zu kommen. Sie helfen, Ungerechtigkeiten und Diskriminierungen angemessen zu thematisieren und tragen zur (Selbst-)Reflexion bei.

Das Kartenset ist ein guter Einstieg in Bildungsprozesse und Diskussionen für gesellschaftliche Offenheit und Vielfalt, gegen Rassismus und Diskriminierung.

In dem 20-seitigem Booklet geben die Autor*innen ausführliche Hinweise zum pädagogischen Einsatz der Karten, erläutern Fachbegriffe und empfehlen weiterführende Literatur und Ansprechpartner in diesem Themenfeld pädagogischer Arbeit.

Methoden für die politische Bildungsarbeit in mehrsprachigen Gruppen

In der politischen Bildungsarbeit mit (jungen) Geflüchteten und neuzugewanderten Menschen ist der Umgang mit der Mehrsprachigkeit der Teilnehmenden ein großes Thema. Die Teilnehmenden verfügen häufig nur über geringe Deutschkenntnisse und von einer gemeinsamen Brückensprache jenseits des Deutschen kann nicht ausgegangen werden. Viele Methoden der politischen Bildungsarbeit sind allerdings relativ sprachzentriert und setzen gute Deutschkenntnisse als Basis voraus. Diese an eine mehrsprachige Zielgruppe anzupassen, erfordert viel Zeit, die im Arbeitsalltag meist nicht gegeben ist.

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Schreiben zu Demokratie & Lebenswelt

Was macht mich zum Teil des Landes, was trennt mich (immer noch)? Was passiert in meiner Gegenwart, was bringe ich aus der Vergangenheit mit? Fragen, Begriffe und Gedanken nahmen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zum Anlass, sich selbst und weitere wahrzunehmen, an deren Vorstellungen und Sichtweisen teilzuhaben, um miteinander zu wachsen. Viele neue Perspektiven und Vergleichbarkeiten taten sich auf. Aber auch Unterschiede und Differenzen kamen zum Vorschein.

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Datumsänderung: Fortbildung Antisemitismuskritische Bildungsarbeit

Antisemitismus tritt in unterschiedlichen Erscheinungsformen in der Gesellschaft auf. So sind antisemitische Gewalt und Alltagserfahrungen nach wie vor Teil der gesellschaftlichen Strukturen und beispielsweise in Schule und medialen Diskursen präsent. Die historische Tradierung von Antisemitismus in Deutschland lässt sich in aktuellen Ereignissen und Debatten deutlich erkennen und verdeutlicht auch für die politische Bildungsarbeit eine Notwendigkeit zur Auseinandersetzung mit dem Themenfeld.

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[Material] Brief an einen unbekannten Freund

"Hallo mein Freund! Wir kennen uns noch nicht, aber wenn Du diesen Brief gelesen hast, wirst Du schon ein wenig über mich erfahren haben. Und wenn wir uns treffen, was mich sehr freuen würde, würde ich gerne erfahren, wer Du bist und welche Geschichte Du zu erzählen hast." so beginnt der Brief von Freydun, Dejen, Alah, Amin, Brhane, Pasarjo, Stephen, Abdulaye, Lamin, Andy, die diesen im Rahmen eines "empowered by democracy"-Seminars geschrieben haben.

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[Save the Date] Rassismuskritik für Einsteiger*innen

Die Jugendbildungsarbeit bei Arbeit und Leben steht im Jahr 2019/2020 unter dem Motto „Für soziale Gerechtigkeit, gegen Ausgrenzung und Rassismus“. In diesem Zusammenhang organisiert Arbeit und Leben vom 30.09.-02.10.2019 in Hannover eine Multiplikator*innen-Schulung „Rassismuskritik für Einsteiger*innen“.

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Verlorene Mitte - viel diskutierte FES-Studie online

"Deutschland ist in Unruhe. Hass, Abschottung und Gewalt stehen Solidarität und zivilgesellschaftlichem Engagement gegenüber. Rechtsextreme Gruppen treten öffentlichkeitswirksam an der Seite »normaler« Bürgerinnen und Bürger auf, rechtspopulistische Forderungen und Diskurse erhalten scheinbar immer mehr Raum in Politik und Debatte. Wie weit sind rechtsextreme und menschenfeindliche Einstellungen tatsächlich in die Mitte der Gesellschaft eingedrungen? Haben Polarisierungen und Konflikte die Norm von der Gleichwertigkeit aller Gruppen verschoben? Gegen wen richtet sich die Ablehnung? Ist die demokratische Mitte geschrumpft oder verloren?" [Quelle: Friedrich Ebert Stiftung]

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[Förderung] 1939.2019 - Vielfalt lokaler Erinnerungen

2019 jährt sich zum 80. Mal der Überfall auf Polen und damit der Beginn des Zweiten Weltkriegs. Die Anzahl der Menschen, die aus eigener Erinnerung von diesen Ereignissen berichten können, wird mit jedem Tag geringer. Nur noch wenige Jugendliche haben die Gelegenheit der persönlichen Begegnung mit Zeug*innen dieser Zeit. Deswegen sind innovative, lebensweltnahe und auch in Zukunft umsetzbare Formate des Erinnerns und der Begegnung mit lebensgeschichten wichtig für ein nachhaltiges und kritisches Geschichtsbewusstsein.

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